Die Merkmale von Kurzgeschichten

An diesen Merkmalen kann man Kurzgeschichten erkennen:


Eine Kurzgeschichte kann einen Umfang von einigen Zeilen bis zu wenigen Seiten haben. Kommentare und Erklärungen eines Erzählers kommen in der Regel nicht vor. Der Leser muss sich die Bedeutung erschließen.

Der Zeitraum, den die erzählte Zeit umfasst, beträgt oft nicht mehr als einige Minuten oder wenige Stunden.

Der Leser wird in der Kurzgeschichte unmittelbar ins Geschehen gezogen. Die Personen werden nicht eingeführt, man erfährt in der Regel nichts über das vorherige Geschehen.

Man erfährt in der Regel nicht den Ort, an dem die Handlung spielt. Es kommt nur selten zu einem Wechsel der handelnden Personen an andere Orte.

Die Zeit, in der die Kurzgeschichte spielt, ist ebenfalls meistens unbestimmt.

In Kurzgeschichten treten meist Personen ohne Namen auf. Personen treten nur über Pronomen in der Kurzgeschichte auf oder allgemein unter Bezeichnungen wie Mutter, Vater, der Busfahrer. Personen treten in Kurzgeschichten nicht als Helden auf, sondern als Menschen 'von nebenan' mit Schwächen und Problemen.

Zwar sind die beschriebenen Situationen alltäglich, doch in diesen Situationen kommen es oft zu einer Wendung im Leben eines Menschen, einen erheblichen Einschnitt oder einen Höhepunkt. Eine lange und unbefriedigende Beziehung/Ehe kommt zu einem Ende oder jemand erkennt, dass das bisherige Leben 'falsch' gelebt wurde.

Viele Kurzgeschichten zeigen uns kurze Ausschnitte aus dem Alltagsleben. Die Umstände sind nicht dramatisch, ungewöhnlich, sondern dem alltäglichen Leben  entnommen.

Durch ein offenes Ende soll der Leser zum Überlegen angeregt werden. Ein offenes Ende bedeutet: Der Leser erfährt nicht, wie die Geschichte zu Ende geht, er kann aus der Interpretation des Textes mögliche Schlüsse auf die Weiterentwicklung des Geschehens ziehen. Ein unbestimmter Ort, Personen ohne Namen und eine fehlende genaue zeitliche Einordnung weisen auf die Allgemeingültigkeit der Textaussage.

Einer Kurzgeschichte über ein sich anschweigendes Ehepaar liegt häufig als Thema die Sprachlosigkeit der Menschen, fehlendes Mitgefühl oder mangelndes Einfühlungsvermögen dem Mitmenschen gegenüber zugrunde. Es geht nicht nur um die Person, über die geschrieben wird, sondern um die Lebensumstände und das Handeln der Menschen allgemein.

Die Kernaussage lässt sich nicht wörtlich der Kurzgeschichte entnehmen. Hierfür wird die Kurzgeschichte interpretiert. Da die Kurzgeschichte naturgemäß nur einen geringen Umfang hat, ist die genaue Untersuchung aller Sätze wichtig. In einer Kurzgeschichte müssen nicht alle genannten Merkmale vorkommen.

Die Kurzgeschichte von der Nachkriegszeit bis heute

In den fünfziger Jahren thematisierten viele Kurzgeschichten in Deutschland die Probleme der Menschen in der Nachkriegszeit, die Unfähigkeit der Soldaten, mit dem Frieden zu leben und die Ablehnung des Krieges. In der Folgezeit handelten Kurzgeschichten auch von den Problemen zwischen den Generationen, dem zunehmenden Statusdenken mit dem wirtschaftlichen Erstarken Deutschlands und der Unfähigkeit vieler Menschen, aufeinander einzugehen zu können.
Die Merkmale am Beispiel einer Kurzgeschichte üben.

Die Gedichtinterpretation und ihre Merkmale

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