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Beispiele der
Gedichtinterpretation
zu den Überleitungen
Es gibt keine Formulierungshilfen,
die für alle Gedichtinterpretationen gelten. Man kann
Formulierungshilfen aber als einfache Vorgabe verstehen, die auf
wichtige (nicht auf alle) Punkte in einer Gedichtinterpretation hinweisen.
Die Formulierungshilfen sind ein praktisches Gerüst, das auch hilft, Übergänge und Verbindungen zwischen einzelnen
Aufgaben herzustellen. Welche Formulierungen gebraucht werden,
muss man mithilfe des Gedichts prüfen.
A. Einleitung
In der Einleitung nennt man den
Autor, den Titel und die Gedichtart sowie das Datum der
Entstehung. Auch den ersten Eindruck kann man in der Einleitung zu
einer Gedichtinterpretation festhalten.
Beispiele für die Einleitung einer Interpretation:
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Das Gedicht "Titel" von
Autor X Y handelt vom Thema ...
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In dem Gedicht "Titel" von
Autor X Y schreibt der Dichter über das Thema ... / Problem
...
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Das Gedicht "Titel" von
Autor X Y handelt auf den ersten Blick von Thema ... /
Problem ... .
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Das Gedicht von Autor X Y, "Titel",
handelt von Thema ... / Problem ...
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Das Gedicht "Titel" des Autors
erweckt den Eindruck von Trauer / oder Freude /oder
Lebenszweifeln. Bereits der Titel lässt diesen Eindruck erkennen.
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Die Erfahrungen der beschriebenen
Person und des Erlebnisses habe ich selber
auch schon machen können.
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Eine derart intensive
Naturschilderungen habe ich persönlich bei einem Spaziergang durch
einen nächtlichen Wald machen können.
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Der Dichter spricht in seinem
Gedicht die Schrecken des Krieges an, die immer noch aktuell sind,
wie die aktuellen Ereignisse in vielen Ländern zeigen.
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Der
Titel des Gedichts lässt vermuten, dass ... .
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Das Gedicht "Titel" von
(Verfasser) entstand in der Epoche der Romantik und beschreibt die
Sehnsucht des lyrischen Ichs nach einer Traumwelt.
B. Hauptteil
(Analyse und Deutung) der Gedichtinterpretation
Im Hauptteil einer Gedichtinterpretation deutet man den Aufbau,
den Inhalt sowie Sprache und Stilmittel.
Besonders wichtig ist, wie durch die Sprache und den Aufbau des
Gedichtes der Inhalt betont.
Der Inhalt in einer Gedichtinterpretation
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In
seinem Gedicht spricht der Autor das Thema ... an.
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Der 1. Strophe des Gedichts handelt
von / vom (den Inhalt der ersten Strophe kurz beschreiben). In
der 2. Strophe des Gedichts geht es um (den Inhalt der zweiten
Strophe kurz beschreiben) ... .
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Das Gedicht beschreibt das Erleben einer Jahreszeit / einen
besonderen Ort und seine Atmosphäre / die Zeit des Älterwerdens
/ ein persönliches Erlebnis, nämlich ... / das
Auseinanderbrechen einer Beziehung / ein besonders intensives
persönliches Erlebnis und zwar ... .
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Der Titel (Titel nennen) löst beim Leser zuerst die Erwartung
aus, dass ... Die Lesererwartung erhält im Gedicht in der Zeile
x jedoch eine inhaltliche Wendung. Dies wird auch durch die
Änderung des Reimes vom X. Reim zum Y. Reim hin deutlich (Z. XY).
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Mit dem Titel weckt der Dichter beim
Leser zuerst die Erwartung, dass ... . Diese Leseerwartung erfüllt
sich jedoch nicht, denn in der X. Strophe entsteht im 3. Vers ein
Bruch im Gedicht. Dieser Bruch wird ausgelöst durch einen
Reimwechsel / Ausruf / Frage / Wechsel von parataktischem in
den hypotaktischen Satzbau. Dies verdeutlich im Gedicht ... .
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Das
Besondere am Inhalt des Gedichts zeigt sich im ...
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Das Hauptmotiv des Gedichts wiederholt sich in folgenden Zeilen
(Z. x, y. y).
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In diesem Gedicht
verdeutlicht der Autor / das lyrisch ich in der Person eines
Mannes / einer Frau / eines Kindes / ... . Dies wird in Zeile X
deutlich, als ... .
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Bei der Untersuchung des Gedichts
zeigt sich, dass hinter der Oberfläche des Alltäglichen eine
tiefer gehende
Problematik besteht. Besonders deutlich kommt diese Problematik in
der X. Strophe (Vers Y) zum Ausdruck, nämlich ... .
Form
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Das Gedicht besteht aus x Strophen, die sich y Verse
unterteilen.
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Das vorliegende Gedicht
enthält X Strophen mit jeweils Y Versen.
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Vier kurzen Versen einer Strophe werden jeweils vier lange Verse
gegenübergestellt.
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Im
Gedicht wird folgendes Reimschema verwendet: ... .
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In Zeile X verändert sich das Reimschema. Dass hier ein
Wendepunkt stattfindet, wird auch durch den Inhalt des Gedichts
gespiegelt, denn in der gleichen Zeile ... .
Sprache
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Mit
den verwendeten Adjektive deutet der Dichter auf eine bedrängende
Atmosphäre der Situation. Durch die Adjektive "dunkel" (Zeile X),
"zerrissen" (Zeile Y) und "trübe" (Zeile) Z entsteht eine
unwirkliche und bedrohliche Situation.
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In
der Stadtbeschreibung / Landschaftsbeschreibung verwendet der Dichter die Adjektive "starr"
(Zeile X), "gegossen" (Zeile Y) und "stahlblau" (Zeile Z).
Hierdurch entsteht beim Leser der Eindruck einer erstarrten
Stadtkulisse / eines Landschaftsbildes, die / das sich unwirklich und menschenfeindlich darstellt.
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Durch die verwendeten Adjektive erzeugt der Dichter beim Leser
eine gezielte Wirkung, nämlich ... und klärt damit auch auf die
Wertung, die der Dichter dieser Gedichtstelle Beschreibung
mitgibt.
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Zu Beginn des Gedichts herrschen
kurze Verse vor, in denen dunkle Adjektive verwendet werden (Zeile
X ...). In der letzten Strophe verwendet der Dichter helle
Farbbeschreibungen in längeren Versen, die aufzeigen, dass sich
die negative Situation ins Positive gewandelt hat.
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Durch die beschreibenden Adjektive lässt der Dichter die
handelnden Figuren sehr lebendig erscheinen.
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Eine nüchterne Wirkung des Gedichts
erzielt der Dichter durch den Verzicht auf beschreibende
Adjektive / Verben.
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Viele Verben wie ... (Zeile X), ...
(Zeile Y) und ... (Zeile Z), die sich auf Gefühle beziehen, zeigen
die Veränderung der Person in der Handlung des Gedichts.
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Im Gedichttext fallen Schlüsselwörter auf wie ... (Zeile X), ... (Zeile Y)
und ... (Zeile Z).
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Mit
den Begriffen
See, Tränen, Morgentau entsteht ein Wortfeld für Nomen, die als
Symbole (bildhafte Ausdrücke) für ... gelten.
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Adjektive und Verben
lassen das lyrische Ich fröhlich / traurig erscheinen? An
folgenden Stellen des Gedichts wird dies besonders deutlich: ...
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Der
Dichter benutzt rhetorische Figuren (Stilmittel)
Symbole / Metaphern (bildhafte Vergleiche) / Vergleiche (als ob, wie wenn) /
Personifikationen (Lebloses wird wie lebendig dargestellt) /
Vergleiche / Anaphern / Alliterationen um das Verhältnis von
..... / das Geschehen zu dramatisieren.
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Mit
Vergleichen (Zeile X) und Metaphern (Zeile Y) gelingt es dem
Dichter, die Wirkung des Gedichts ausdrucksvoll zu unterstützen.
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Das
Geschehen im Gedicht wird mit einfachen (parataktischen) Sätzen
formuliert, dies findet auch in der einfachen Handlung seinen
Ausdruck.
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Im
Gedicht herrscht ein komplizierter (hypotaktischer) Satzbau vor,
der auch in der (verwobenen) (komplizierten) Handlung seinen
Ausdruck findet. Der hypotaktische Satzbau bedingt
konzentriertes Lesen und eine intensive Beschäftigung mit dem
Text.
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Die
Hochsprache dominiert im Gedicht durch lange und verschachtelte
Sätze.
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Umgangssprache dominiert im Gedicht durch kurze Sätze mit
umgangssprachlichen Ausdrücken, was auf das Alltägliche der
Handlung hinweist.
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Fragesätze / Ausrufesätze ziehen die Aufmerksamkeit des Lesers
auf sich.
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Der Autor lässt ein lyrisches Ich sprechen. In der X. Strophe,
Vers Y, spricht das lyrische Ich in der Ich-Form. Dies lässt
sich auch in der 2. Strophe, Vers 3, feststellen, denn hier sagt
(Beispiel).
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Durch die beschriebene
Verwendung der Sprache (Beispiel ... (Zeile X) und ... (Zeile Y)) erzeugt der Dichter
pessimistische / optimistische / traurige /positive Gefühle.
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Der Dichter bietet dem Leser keine Lösung und regt hierdurch
dazu an, über das Gedicht und eine mögliche Lösung nachzudenken.
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In der X. Strophe findet
ein Zeitwechsel zwischen (Präsens) und (Präteritum) statt, womit
der Dichter den Wandel von ...
C. Schlussteil der Gedichtinterpretation
Wenn man in der Einleitung auf ein aktuelles Ereignis, ein
persönliches Erlebnis oder die Biographie des Autors eingegangen
ist, dann kann man dies an dieser Stelle nochmals mit den gewonnenen
Informationen aus der Gedichtinterpretation bewerten.
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Das
Gedicht hat mir sehr gefallen, da ... (Begründung)?.
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Die eingangs aufgestellt Vermutung hat sich durch den Inhalt des
Gedichts und seine Interpretation bestätigt / nicht bestätigt.
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Mit
der Aussage des Gedichts weist der Autor besonders auf den
Umstand hin, dass ... .
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Das Gedicht
stellt eine offene (unbeantwortete) Frage, nämlich ... .
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Durch sein Gedichte "Titel" macht der Dichter deutlich, dass ...
.
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Die Aussage des Textes ... ist auch für die heutige Zeit noch
aktuell.
Abschlussbemerkung
Alle Aussagen über den Text des
Gedichts müssen bewiesen werden. (Zitat,
Zeilenangabe). Jeder interpretierten Stelle muss der Beweis mit
einem Zitat aus dem Gedicht folgen.
Weitere Informationen zum Thema
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