2 Thema der Ballade „Zauberlehrling“
Die Ballade „Der Zauberlehrling“ von Johann Wolfgang von Goethe mit online Übungen im Deutschunterricht mit Unterrichtseinheit und Unterrichtsmaterial.
Der Text der Ballade
Johann Wolfgang von Goethe
Der
Zauberlehrling
Hat der alte Hexenmeister
Sich doch
einmal wegbegeben!
Und nun sollen seine Geister
Auch nach
meinem Willen leben;
Seine Wort' und Werke
Merkt' ich, und
den Brauch,
Und mit Geistesstärke
Tu' ich Wunder auch.
Walle! Walle
Manche Strecke,
Dass, zum Zwecke,
Wasser
fließe,
Und mit reichem, vollem Schwalle
Zu dem Bade sich
ergieße.
Und nun komm, du alter Besen!
Nimm die
schlechten Lumpenhüllen;
Bist schon lange Knecht gewesen;
Nun erfülle meinen Willen!
Auf zwei Beinen stehe,
Oben sein
ein Kopf,
Eile nun und gehe
Mit dem Wassertopf.
Walle! Walle
Manche Strecke,
Dass, zum Zwecke,
Wasser
fließe,
Und mit reichem, vollem Schwalle
Zu dem Bade sich
ergieße.
Seht, er läuft zum Ufer nieder;
Wahrlich! Ist
schon an dem Flusse
Und mit Blitzesschnelle wieder
Ist er hier
im raschen Gusse.
Schon zum zweiten Male!
Wie das Becken
schwillt!
Wie sich jede Schale
Voll mit Wasser füllt!
Stehe! sehe!
Denn wir haben
Deiner Gaben
Vollgemessen!
-
Ach, ich merk' es! Wehe! wehe!
Hab' ich doch das Wort
vergessen!
Ach, das Wort, worauf am Ende
Er das wird,
was er gewesen.
Ach, er läuft und bringt behende!
Wärst du
doch der alte Besen!
Immer neue Güsse
Bringt er schnell
herein,
Ach! und hundert Flüsse
Stürzen auf mich ein.
Rein, nicht länger
Kann ich's lassen;
Will ihn fassen.
Das ist Tücke!
Ach! nun wird im immer bänger!
Welche Miene!
welche Blicke!
O, du Ausgeburt der Hölle!
Soll das
ganze Haus ersaufen?
Seh' ich über jede Schwelle
Doch schon
Wasserströme laufen.
Ein verruchter Besen,
Der nicht hören
will!
Stock, der du gewesen,
Steh doch wieder still!
Willst's am Ende
Gar nicht lassen?
Will dich fassen
Will dich halten,
Und das alte Holz behende
Mit dem scharfen
Beile spalten.
Seht, da kommt er schleppend wieder!
Wie ich mich nun auf dich werfe,
Gleich, o Kobold, liegst du
nieder;
Krachend trifft die glatte Schärfe.
Wahrlich! Brav
getroffen!
Steht, er ist entzwei!
Und nun kann ich hoffen,
Und ich atme frei!
Wehe! wehe!
Beide Teile
Stehn
in Eile
Schon, als Knechte,
Völlig fertig in der Höhe!
Helft mir, ach! ihr hohen Mächte!
Und sie laufen! Nass und
nässer
Wird's im Saal und auf den Stufen.
Welch'
entsetzliches Gewässer!
Herr und Meister! Hör' mich rufen! -
Ach, da kommt der Meister!
Herr, die Not ist groß!
Die ich
rief, die Geister,
Werd' ich nun nicht los.
„In die
Ecke,
Besen! Besen!
Seid's gewesen.
Denn als Geister
Ruft euch nur, zu seinem Zwecke,
Erst hervor der alte Meister.“
Hilfeseiten: Die
Inhaltsangabe wiederholen
Die Ballade „Zauberlehrling“ von Goethe interpretieren
Ballade „Der Zauberlehrling“ von Johann Wolfgang von Goethe, 1782. Balladen unterrichten. Die Ballade im Deutschunterricht. Unterrichtseinheit und Unterrichtsmaterial zu Balladen. Die Ballade „Der Zauberlehrling“ von Goethe.
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